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83:76
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02.10.2026, 20:00 Uhr

Baskets werfen Sieg im Schlussviertel weg

Foto: Viktor Meshko

Ein bitterer Abend für die Baskets: Am vierten Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn ihr Auswärtsspiel gegen die Fitness First Würzburg Baskets mit 76:83 (17:21, 19:15, 19:21, 21:26) verloren. Knapp vier Minuten vor dem Spielende lag das Team von Headcoach Marko Stankovic noch mit 70:65 in Front, dann drehten die Gastgeber mit einem 10:0-Lauf die Partie und sicherten sich schlussendlich auch den Sieg.

Am kommenden Mittwoch, dem 07.10.2026, sind die Baskets zurück im Telekom Dome. Zum Auftakt in die neue Basketball Champions League-Saison empfangen sie um 20 Uhr den FC Porto auf dem #HEARTBERG. 

Key Facts

  • Zu viele Fehler: Bonn verursachte 16 Ballverluste, zehn davon in der zweiten Halbzeit
  • Heißer Start, dann abgekühlt: Die Baskets trafen starke 6/13 Dreier (46 Prozent) in der ersten Halbzeit, nach dem Seitenwechsel jedoch nur noch 2/10 (20 Prozent)
  • Topscorer: Joel Aminu wurde mit 14 Punkten bester Bonner Werfer
  • Double-Double: Grayson Murphy legte mit 10 Punkten und 10 Assists sein erstes Double-Double der Saison auf
  • Eng umkämpft: 14 Mal wechselte die Führung, acht Mal war das Spiel ausgeglichen 

Spielbericht

Die Neuauflage des letztjährigen Viertelfinals begann aus Bonner Sicht zunächst holprig (0:5, 2. Minute), ehe Marcus Foster nach knapp zwei Minuten die ersten Bonner Punkte per Dreier erzielte. Zwar fanden die Baskets anschließend besser ins Spiel, defensiv agierten sie in der Anfangsphase jedoch noch zu nachlässig. Foster war früh gut aufgelegt und traf auch seinen zweiten Versuch von außen zum 8:9 (4.). Kurz darauf sorgte Alijah Comithier mit einem starken Zug zum Korb für den 10:10-Ausgleich (5.). Bonn kam nun immer besser in die Partie, doch Würzburg antwortete mit einem 9:0-Lauf und traf im ersten Viertel hochprozentig von außen: Drei der ersten fünf Würzburger Dreier fanden ihr Ziel (8.). Die Baskets ließen sich davon jedoch nicht abschütteln. Comithier schloss zunächst einen Fastbreak erfolgreich ab (9.) und legte wenig später nach einem Offensiv-Rebound für Patrick Heckmann auf, der den Dreier zum 15:19 traf (10.). Nach zehn Minuten lag Bonn dennoch knapp mit 17:21 zurück.

 

Führungswechsel im zweiten Viertel

Zum Start des zweiten Viertels übernahmen die Baskets erstmals die Führung. Foster versenkte seinen dritten Dreier des Abends zum 22:21 (12.) und leitete damit einen 5:0-Lauf ein. Wenig später stand es 27:23 für Bonn, woraufhin Würzburg zur Auszeit bat (14.). Die Gastgeber fanden daraufhin erneut eine Antwort und drehten die Partie mit einem eigenen 5:0-Lauf zum 27:28 (15.). In der Folge wurde das Spiel zunehmend zerfahren, erfolgreiche Aktionen wurden auf beiden Seiten seltener. Leon Kratzer sorgte mit einem Putback zum 31:28 (17.) noch einmal für einen Bonner Impuls und zwang Würzburg zur nächsten Auszeit. Doch erneut nutzten die Gastgeber die Unterbrechung für erfolgreiche taktische Anpassungen. Mit einem 6:2-Lauf eroberte Würzburg die Führung zurück und stellte auf 33:36 (20.), ehe Joel Aminu per Dreier zum 36:36-Halbzeitstand traf (20.). Bonn hatte bis dahin sechs von 13 Dreiern getroffen, gleichzeitig standen allerdings bereits sechs Ballverluste zu Buche.

 

Würzburg läuft von außen heiß – Bonn kämpft sich zurück

Der Start in die zweite Halbzeit gehörte abermals den Gastgebern. Bonn leistete sich innerhalb kurzer Zeit drei weitere Ballverluste und fand nur schwer in den offensiven Rhythmus. Würzburg nutzte die Unsicherheiten und traf in den ersten dreieinhalb Minuten des dritten Viertels gleich drei Dreier. Beim 42:47 (24.) lagen die Baskets nach einem weiteren Würzburger Dreier mit fünf Punkten zurück. Ein Fastbreak-Layup von Aminu brachte Bonn eine Minute später beim 44:47 (25.) wieder auf Tuchfühlung. Doch unmittelbar danach folgte der nächste Ballverlust, ehe Würzburg mit einem weiteren Dreier auf 46:50 stellte (26.). Wenig später rauschte bereits der fünfte Würzburger Dreier des Viertels durch die Reuse – 46:55 und Auszeit Bonn (27.). Doch die Baskets bewiesen erneut Kampfgeist: Bis zum Ende des dritten Viertels legte das Team von Heacoach Marko Stankovic einen 9:2-Lauf hin und schloss auf 55:57 auf (30.). Spielerisch lief zwar längst nicht alles zusammen, allein im dritten Viertel kamen fünf weitere Ballverluste hinzu, doch die Baskets blieben in Schlagdistanz. Gleichzeitig fanden sie weiterhin gute Abschlüsse: Die Zweierquote lag zu diesem Zeitpunkt bei 58 Prozent.

 

Murphy bringt Bonn in Führung

Zu Beginn des Schlussviertels belohnten sich die Baskets für ihre Aufholjagd. Grayson Murphy verwandelte einen Korbleger plus Bonusfreiwurf zum 58:57 (32.) und brachte Bonn damit wieder in Führung. Wenig später bediente Murphy im Pick-and-Roll Michael Kessens, der nach dem guten Zusammenspiel freie Bahn zum Korb hatte – 62:59 (33.). Würzburg glich erneut zum 62:62 aus, Bonn legte mit 64:62 wieder vor. Das Spiel entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem kein Team einen entscheidenden Vorteil erringen konnte (35.). Joel Aminu sorgte schließlich mit einem spektakulären Dreier aus rund neun Metern bei Ablauf der Wurfuhr für das 67:62 (36.). Wenig später legte John-Michael Wright mit einem weiteren Dreier zum 70:65 nach (37.). Zu diesem Zeitpunkt waren noch knapp vier Minuten zu spielen – und Bonn hatte das Spiel in der eigenen Hand. Dann folgte jedoch die entscheidende Phase des Abends. Bonn leistete sich weitere fahrlässige Fehler, Würzburg nutzte die Bonner Geschenke für einen 10:0-Lauf und brachte die Baskets so erneut in Rückstand (70:75, 39.). Jeff Garrett weckte 90 Sekunden vor dem Ende mit einem Dunking noch einmal Hoffnungen (72:75). Doch Würzburg traf in der Schlussphase die besseren Entscheidungen. In der verbleibenden Spielzeit konnten die Baskets nicht mehr zurückschlagen und verloren am Ende mit 76:83-Niederlage in Würzburg.

Stimmen zum Spiel

Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Mit Ausnahme der Niederlage ist heute alles so gelaufen, wie wir es erwartet haben. Es war ein sehr physisches und intensives Spiel in einer guten Atmosphäre, wie immer in Würzburg. Glückwunsch an Coach Filipovski, seinen Trainerstab und seine Mannschaft. Ich möchte aber auch meinen Spielern gratulieren, sie haben sehr physisch gespielt und bis zum Ende nicht aufgegeben. Ich denke, dass einige kleine Details den Ausschlag gegeben haben. Entscheidend war vor allem der Moment, als wir im letzten Viertel mit fünf Punkten vorn waren und dann für ein paar Minuten den Fokus verloren haben. Das hat Würzburg sehr gut ausgenutzt und das Spiel gedreht. Würzburg hatte mehr Würfe als wir, viele davon wegen unserer 16 Ballverluste. Das ist über unserem Durchschnitt, und selbst konnten wir bei Würzburg nicht genug Turnovers erzwingen. Enttäuscht sind wir aber nur über die Niederlage, mit allem anderen sollten wir zufrieden sein. Jetzt müssen wir regenerieren und uns auf die beiden sehr wichtigen Spiele in der nächsten Woche vorbereiten.“ 

 

Sasa Filipovski (Ftnees First Würzburg Baskets):

„Glückwunsch an meine Spieler für diesen großen Kampf. Bonn hat eine eingespielte Mannschaft, die sich gut kennt, sehr gut gecoacht ist und ein gutes System spielt. Wir dagegen sind ein neues Team und kennen uns noch nicht so gut. Wir hatten unter der Woche einige kranke Spieler, deswegen bin ich sehr glücklich über diesen Sieg. Ich bin froh, dass wir zusammen mit unseren Fans diesen Heimsieg holen konnten. Vielen Dank an alle, die gekommen sind und uns unterstützt haben. Diesen Support haben wir in jedem Spiel verdient, weil wir für Würzburg kämpfen und diese Stadt repräsentieren. Jetzt startet eine schwierige Phase mit drei Auswärtsspielen in Zypern, Rostock und Griechenland, das wird eine Herausforderung für uns.“
 

 

Statistiken

PTS 83 76
2 PTS 45% 13 / 29 61% 20 / 33
3 PTS 44% 14 / 32 35% 8 / 23
Freiwürfe 71% 15 / 21 67% 12 / 18
Rebounds 32 34
Assists 20 20
Steals 8 3

TOP Player

Punkte

Joel Aminu

14 Punkte
Rebounds

Patrick Heckmann

6 Rebounds
Assists

Grayson Murphy

10 Assists
Steals

Joel Aminu

3 Steals
Effektivität

Joel Aminu

16 Effektivität